Patientenfragen & Aufklärung

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Herz-CT in Magdeburg

Ein Herz-CT ist für viele Patientinnen und Patienten zunächst mit Fragen verbunden. Wann wird diese Untersuchung gemacht? Was genau sieht man dabei? Wie läuft ein Herz-CT ab? Und muss man sich besonders darauf vorbereiten?

Die gute Nachricht ist: Ein Herz-CT ist eine schnelle und nicht-invasive Untersuchung, mit der insbesondere die Herzkranzgefäße sehr detailliert dargestellt werden können. Gerade wenn eine koronare Herzkrankheit genauer abgeklärt werden soll, kann die Untersuchung wichtige Informationen liefern.

Auch in der Radiologie Pawlow in Magdeburg wird das Herz-CT gezielt zur Untersuchung der Herzkranzgefäße eingesetzt. Eine verständliche Vorbereitung hilft dabei, den Ablauf besser einzuordnen und Unsicherheiten vor dem Termin zu reduzieren.

Was ist ein Herz-CT?

Das Herz-CT ist eine spezielle Form der Computertomographie. Dabei werden mithilfe von Röntgenstrahlung innerhalb kurzer Zeit detaillierte Schnittbilder des Herzens und der umliegenden Strukturen erstellt.

Im Mittelpunkt stehen häufig die Herzkranzgefäße, auch Koronararterien genannt. Sie versorgen den Herzmuskel mit Blut und Sauerstoff. Mit moderner CT-Technik können diese kleinen Gefäße sehr hochauflösend dargestellt werden.

Da sich das Herz ständig bewegt, wird die Bildaufnahme mit dem Herzschlag abgestimmt. Dafür wird während der Untersuchung ein EKG aufgezeichnet. So können die Bilder in einer möglichst günstigen Phase der Herzbewegung aufgenommen werden.

Gerade die Kombination aus schneller Bildaufnahme und hoher räumlicher Auflösung macht das Herz-CT zu einem wichtigen Verfahren in der Diagnostik der Herzkranzgefäße.

Wann ist ein Herz-CT sinnvoll?

Ein Herz-CT wird besonders häufig eingesetzt, wenn der Verdacht auf eine koronare Herzkrankheit, kurz KHK, besteht.

Bei einer KHK bilden sich Ablagerungen in den Wänden der Herzkranzgefäße. Dadurch können sich die Gefäße verengen und die Blutversorgung des Herzmuskels beeinträchtigen.

Mögliche Beschwerden sind beispielsweise Schmerzen, Druck oder ein Engegefühl im Brustkorb, insbesondere bei körperlicher Belastung. Auch Atemnot kann eine Rolle spielen. Allerdings verursacht eine koronare Herzkrankheit nicht bei allen Menschen eindeutige Symptome.

Ob ein Herz-CT sinnvoll ist, hängt deshalb nicht von einem einzelnen Symptom ab. Entscheidend sind die Beschwerden, vorhandene Risikofaktoren und bisherige Untersuchungsbefunde.

Was sieht man bei einem Herz-CT?

Mit einem Herz-CT lassen sich insbesondere die Koronararterien sehr genau beurteilen. Dabei können Ablagerungen in den Gefäßwänden, Verkalkungen und mögliche Verengungen sichtbar gemacht werden. Auch der Verlauf der Herzkranzgefäße und bestimmte anatomische Besonderheiten können detailliert dargestellt werden.

Bei der kontrastmittelgestützten Untersuchung können neben verkalkten auch nicht verkalkte Plaques erkannt werden. Gerade dadurch lässt sich beurteilen, ob Veränderungen an den Gefäßwänden vorhanden sind und ob sie zu einer relevanten Verengung des Gefäßes führen.

Je nach medizinischer Fragestellung kann zusätzlich eine Bestimmung des Koronarkalks erfolgen. Dabei wird erfasst, wie stark Verkalkungen der Herzkranzgefäße ausgeprägt sind. Im Mittelpunkt eines Herz-CT zur Abklärung einer möglichen KHK steht jedoch vor allem die genaue Beurteilung der Koronararterien.

Wichtig ist auch hier: Nicht jede sichtbare Ablagerung bedeutet automatisch, dass eine gefährliche Gefäßverengung besteht. Die Bilder müssen immer fachärztlich ausgewertet und zusammen mit Beschwerden, Risikofaktoren und anderen Befunden beurteilt werden.

Wie läuft ein Herz-CT ab?

Für die Untersuchung liegen Sie auf dem Rücken auf einer Untersuchungsliege. Zunächst werden mehrere EKG-Elektroden auf dem Brustkorb angebracht. Sie zeichnen den Herzrhythmus während der Untersuchung auf und ermöglichen es, die CT-Aufnahmen mit dem Herzschlag zu synchronisieren.

Für die genaue Darstellung der Herzkranzgefäße wird ein venöser Zugang gelegt. Über diesen wird während der Untersuchung jodhaltiges Kontrastmittel verabreicht.

Ein möglichst ruhiger und regelmäßiger Herzschlag ist für eine gute Bildqualität hilfreich. Falls die Herzfrequenz zu hoch ist und medizinisch nichts dagegenspricht, kann deshalb vor der Untersuchung ein Betablocker gegeben werden.

Häufig wird außerdem kurz vor der Aufnahme Nitroglyzerin eingesetzt. Dadurch erweitern sich die Herzkranzgefäße vorübergehend und lassen sich besser beurteilen.

Während der eigentlichen Aufnahme fährt die Untersuchungsliege durch die ringförmige Öffnung des CT-Gerätes. Sie erhalten die Anweisung, für einige Sekunden die Luft anzuhalten. Die eigentliche Bildaufnahme ist sehr kurz und dauert meist nur wenige Sekunden.

Das Herz-CT ist damit deutlich schneller als viele Patientinnen und Patienten zunächst vermuten.

Muss man sich auf ein Herz-CT vorbereiten?

Ja. Eine gute Vorbereitung ist beim Herz-CT besonders wichtig, weil Herzfrequenz und Bewegung die Qualität der Bilder beeinflussen können.

Für ein Herz-CT bei Radiologie Pawlow sollen Patientinnen und Patienten aktuell vier bis sechs Stunden vor dem Termin nüchtern bleiben. Außerdem soll zwölf bis 24 Stunden vor der Untersuchung auf koffeinhaltige Getränke verzichtet werden. Dazu gehören insbesondere Kaffee und Energydrinks.

Koffein kann den Herzschlag beeinflussen und dadurch ungünstige Bedingungen für die Untersuchung schaffen.

Wichtig ist außerdem, vor dem Termin alle regelmäßig oder gelegentlich eingenommenen Medikamente anzugeben. Das gilt besonders deshalb, weil vor dem Herz-CT gegebenenfalls Betablocker oder Nitroglyzerin eingesetzt werden.

Bestimmte potenzsteigernde Medikamente dürfen beispielsweise nicht zusammen mit Nitraten eingenommen werden, da der Blutdruck dadurch gefährlich stark abfallen kann.

Medikamente sollten jedoch nicht eigenständig abgesetzt werden. Entscheidend sind immer die konkreten Hinweise für den eigenen Termin.

Wird beim Herz-CT Kontrastmittel verwendet?

Für die detaillierte Darstellung der Herzkranzgefäße wird jodhaltiges Kontrastmittel über eine Vene verabreicht.

Durch das Kontrastmittel wird das Innere der Koronararterien auf den CT-Bildern deutlich sichtbar. So lässt sich beurteilen, ob und an welcher Stelle ein Gefäß möglicherweise verengt ist.

Wichtig ist, bekannte Nierenerkrankungen und frühere Reaktionen auf jodhaltiges Kontrastmittel vorab anzugeben. Auch andere relevante Vorerkrankungen und Medikamente sollten vollständig genannt werden.

Wie lange dauert ein Herz-CT und ist die Untersuchung schmerzhaft?

Die eigentliche Bildaufnahme dauert nur wenige Sekunden. Für den gesamten Termin muss jedoch mehr Zeit eingeplant werden, da vorher unter anderem das EKG angebracht, ein venöser Zugang gelegt und die Herzfrequenz kontrolliert werden.

Falls vor der Aufnahme noch Medikamente zur Optimierung der Herzfrequenz notwendig sind, kann die Vorbereitung entsprechend länger dauern.

Die CT-Untersuchung selbst ist nicht schmerzhaft. Lediglich der Einstich für den venösen Zugang kann kurz unangenehm sein.

Auch für Menschen, die bei einer MRT-Untersuchung unter Platzangst leiden, ist das CT erfahrungsgemäß problemlos auszuhalten. Ein CT besteht aus einer relativ kurzen ringförmigen Öffnung und nicht aus einer längeren Röhre.

Das bei Radiologie Pawlow eingesetzte CT besitzt eine Öffnung von 78 Zentimetern und ermöglicht je nach Untersuchung sehr kurze Aufnahmezeiten.

Kann ein Herz-CT eine Herzkatheter-Untersuchung ersetzen?

Die große Stärke der Computertomographie des Herzens besteht im Ausschluss einer koronaren Herzerkrankung. In den meisten Fällen kann eine Herzkatheteruntersuchung dadurch vermieden werden.

Gerade wenn zunächst geklärt werden soll, ob relevante Veränderungen der Koronararterien vorliegen, kann das Herz-CT deshalb eine wichtige Alternative zur rein diagnostischen Herzkatheter-Untersuchung sein.

Das bedeutet jedoch nicht, dass das Herz-CT den Herzkatheter vollständig ersetzt. Wenn beispielsweise bereits eine relevante Gefäßverengung festgestellt wurde und eine direkte Behandlung infrage kommt, kann eine invasive Herzkatheter-Untersuchung weiterhin notwendig sein.

Herz-CT und Herzkatheter haben deshalb unterschiedliche Aufgaben innerhalb der Diagnostik und Behandlung.

Welche Risiken gibt es bei einem Herz-CT?

Für die meisten Patientinnen und Patienten ist das Herz-CT gut verträglich.

Da die Untersuchung mit Röntgenstrahlung arbeitet, entsteht eine Strahlenexposition. Wie hoch diese im Einzelfall ist, hängt unter anderem vom verwendeten Gerät, der Untersuchungsmethode, der Herzfrequenz und dem Körperbau ab.

Moderne CT-Technik ermöglicht es, die Strahlendosis an die jeweilige Untersuchung anzupassen und möglichst gering zu halten. Ein allgemeiner Dosiswert, der für jedes Herz-CT gilt, wäre deshalb nicht sinnvoll.

Auch das verwendete Kontrastmittel und mögliche Medikamente zur Vorbereitung müssen berücksichtigt werden.

Bei einer sehr schnellen oder stark unregelmäßigen Herzfrequenz kann außerdem die Bildqualität eingeschränkt sein. Bestimmte Erkrankungen können gegen die Gabe eines Betablockers oder von Nitroglyzerin sprechen. Deshalb werden Vorerkrankungen, Medikamente, mögliche Kontrastmittelreaktionen und andere relevante Besonderheiten vor der Untersuchung abgefragt.

Was passiert nach dem Herz-CT?

Nach der Untersuchung können die meisten Patientinnen und Patienten direkt wieder aufstehen.

Die aufgenommenen Bilder werden anschließend detailliert radiologisch ausgewertet. Dabei wird insbesondere beurteilt, ob Ablagerungen oder Verengungen der Herzkranzgefäße vorhanden sind und wie diese einzuschätzen sind.

Der Befund kann dann als Grundlage für das weitere Vorgehen dienen. Je nach Ergebnis kann beispielsweise keine weitere Untersuchung notwendig sein oder eine zusätzliche kardiologische Abklärung empfohlen werden.

Falls Medikamente zur Vorbereitung gegeben wurden, können nach der Untersuchung zusätzliche Hinweise gelten. Diese sollten entsprechend beachtet werden.

Herz-CT bei Radiologie Pawlow in Magdeburg

Wer nach einem Herz-CT in Magdeburg sucht, möchte meist nicht nur wissen, ob die Untersuchung medizinisch sinnvoll ist, sondern auch, wie sie konkret abläuft und worauf vorher geachtet werden muss.

Radiologie Pawlow bietet die CT-Untersuchung der Herzkranzgefäße direkt in Magdeburg an. Die Untersuchung wird entsprechend der individuellen Fragestellung geplant und anschließend fachärztlich ausgewertet.

Für die kardiovaskuläre Bildgebung gibt es bei der Deutschen Röntgengesellschaft ein strukturiertes Qualifizierungssystem für Herz-CT und Herz-MRT. Radiologie Pawlow weist für die Praxis eine entsprechende Q2-Zusatzqualifikation im Bereich Herz-CT aus. Die Q2-Qualifizierung gehört zu den von der AG Herz und Gefäße der Deutschen Röntgengesellschaft etablierten Qualifikationsstufen für die kardiale CT.

Wenn Sie sich zunächst allgemein über die Computertomographie, typische Einsatzgebiete, Kontrastmittel und den Ablauf informieren möchten, können Sie ergänzend folgenden Artikel lesen: [hier Artikel „CT-Untersuchung: Ablauf, Dauer, Vorbereitung und was Sie beachten sollten“ verlinken]

Weitere Informationen zur Untersuchung des Herzens mit MRT finden Sie hier: [hier Artikel „MRT vom Herzen: Ablauf, Dauer und wann eine Herz-MRT notwendig ist“ verlinken]

Häufige Fragen zum Herz-CT

Mit einem Herz-CT lassen sich insbesondere die Herzkranzgefäße detailliert darstellen. Dabei können unter anderem Ablagerungen, Verkalkungen und mögliche Gefäßverengungen erkannt werden.

Ein Herz-CT kann insbesondere bei der Abklärung einer möglichen koronaren Herzkrankheit sinnvoll sein.

Die eigentliche CT-Aufnahme dauert nur wenige Sekunden. Für die Vorbereitung mit EKG, venösem Zugang und gegebenenfalls Medikamenten muss jedoch zusätzliche Zeit eingeplant werden.

Für Untersuchungen bei Radiologie Pawlow ist derzeit eine Nüchternzeit von vier bis sechs Stunden vorgesehen.

Es wird empfohlen, zwölf bis 24 Stunden vor der Untersuchung auf koffeinhaltige Getränke zu verzichten.

Für die detaillierte Darstellung der Herzkranzgefäße wird in der Regel ein jodhaltiges Kontrastmittel über eine Vene verabreicht.

Ja. Das Herz-CT arbeitet mit Röntgenstrahlung. Die konkrete Strahlenexposition hängt von der Untersuchung und den individuellen Voraussetzungen ab und wird durch moderne CT-Technik möglichst optimiert.

Fazit: Das Herz-CT ist eine wichtige und schnelle Untersuchung der Herzkranzgefäße

Ein Herz-CT ist eine moderne und nicht-invasive Untersuchung, wenn die Herzkranzgefäße genauer beurteilt werden sollen.

Insbesondere bei Verdacht auf eine koronare Herzkrankheit kann die Untersuchung wichtige Informationen darüber liefern, ob Ablagerungen oder Verengungen der Koronararterien vorhanden sind.

Die eigentliche Bildaufnahme dauert nur wenige Sekunden. Eine sorgfältige Vorbereitung und ein möglichst ruhiger Herzschlag tragen dazu bei, dass die Herzkranzgefäße möglichst genau dargestellt werden können.

Ob ein Herz-CT im individuellen Fall sinnvoll ist, hängt von den Beschwerden, vorhandenen Risikofaktoren, bisherigen Befunden und der konkreten medizinischen Fragestellung ab.

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